HTTP vs. HTTPS: So wählst Du die sicherste Option für Deine Website
Du siehst es jeden Tag, auch wenn Du es vielleicht nicht bemerkst. Das kleine Präfix am Anfang jeder Webadresse: http:// oder https://. Es mag Dir wie ein winziges Detail vorkommen, und vielleicht hast Du Dich schon gefragt, was der Unterschied zwischen HTTP und HTTPS ist. Ist das zusätzliche „s” wirklich wichtig?
Die kurze Antwort lautet: Ja, es ist wichtig. Und zwar sehr. Es ist ein grundlegender Faktor für Deine Online-Sicherheit, Deine Privatsphäre und dafür, wie sehr Du einer Website vertrauen kannst. Egal, ob Du nur im Internet surfst, einen eigenen Onlineshop betreibst oder einen Blog erstellst: Die Unterscheidung zwischen HTTP und HTTPS ist eine der wichtigsten Sicherheitskenntnisse, die Du haben kannst.
Was ist HTTP?
Beginnen wir mit dem Original: HTTP steht für „Hypertext Transfer Protocol”. Es ist ein Protokoll der Anwendungsschicht zur Übertragung von Hypermedia-Dokumenten wie HTML. So kommuniziert Dein Browser mit Websites. Wenn Du eine Webadresse in Deinen Browser eingibst, ist es HTTP, das Texte, Bilder und andere Dateien abruft, aus denen die angezeigte Website besteht.
HTTP gibt es schon seit den Anfängen des Internets. Es ist einfach, schnell und eignet sich gut für die Datenübertragung. Doch es gibt einen Haken. Alles wird im Klartext übertragen. Das bedeutet, dass jeder, der Deine Verbindung, beispielsweise über ein öffentliches WLAN, abfängt, alles mitlesen kann, was übertragen wird. Passwörter, Kreditkartennummern und Nachrichten sind dann für jeden einsehbar.
Wie funktioniert HTTP?
Der Prozess hinter HTTP ist ein einfacher Dialog, der als Anfrage-Antwort-Zyklus bekannt ist. Stell es Dir wie eine Bargeldabhebung am Geldautomaten vor. Du (der Browser) gehst zum Automaten, steckst Deine Karte ein und wählst „50 € abheben”. Der Geldautomat sendet die Anfrage an die Bank (den Server). Die Bank prüft die Anfrage und antwortet: „OK. Geld wird ausgegeben."
So sieht das mit HTTP aus:
- Du stellst eine Anfrage: Wenn Du eine URL wie http://irgendeinewebsite.com in Deinen Browser eingibst und die Eingabetaste drückst, sagst Du Deinem Browser: „Ich möchte diese Seite sehen." Dein Browser sendet eine Anfrage an einen Domain Name System (DNS)-Server. Der DNS-Server liefert die IP-Adresse des Servers zurück, auf dem die gewünschte Website gehostet wird. Dieser Vorgang heißt DNS-Auflösung.
- Dein Browser erstellt eine HTTP-Anfrage und sendet sie an den Server: Diese Anfrage enthält die konkrete Seite, die Du sehen möchtest, zum Beispiel die Startseite, sowie die Methode, die verwendet werden soll.
- Der Server verarbeitet die Anfrage: Der Webserver erhält Deine Anfrage und sucht die entsprechenden Dateien heraus, also das HTML-Dokument der Seite sowie Bilder, Stylesheets und Skripte.
- Der Server sendet eine Antwort: Sobald alles bereit ist, verpackt der Server die Daten in eine HTTP-Antwort und schickt sie an Deinen Browser zurück. Diese Antwort enthält einen Statuscode (vielleicht hast Du schon einmal den Statuscode „404 Not Found" gesehen) sowie den eigentlichen Seiteninhalt.
- Dein Browser zeigt das Ergebnis an: Dein Browser empfängt die Antwort, entpackt die Dateien und zeigt die Website auf Deinem Bildschirm an.

All das passiert in Millisekunden. Im Hintergrund laufen jedoch einfache Befehle wie GET (Seite abrufen), POST (Daten senden) oder DELETE (Inhalte löschen).
Was sind die wichtigsten Eigenschaften von HTTP?
HTTP wurde in den Anfangstagen des Internets mit Fokus auf Effizienz und Einfachheit entwickelt. Diese Eigenschaften prägen es bis heute, wenngleich manche inzwischen als problematisch angesehen werden.
1. Es ist zustandslos (stateless)
Jede Interaktion ist unabhängig. Dies ist ein zentrales Merkmal. Das bedeutet, dass jede HTTP-Anfrage unabhängig ist und keine Erinnerung an frühere Anfragen hat. Der Server merkt sich von einem Klick zum nächsten nicht, wer Du bist. Das vereinfacht seine Arbeit und spart Ressourcen.
Weil der Server Dich nach jeder Anfrage „vergisst", braucht er jedoch eine Möglichkeit, Dich wiederzuerkennen. Dazu gibt er Deinem Browser einen kleinen Datensatz, einen sogenannten Cookie, der wie ein digitales Namensschild funktioniert. Bei Deiner nächsten Anfrage zeigt Dein Browser dieses Namensschild vor, sodass Du eingeloggt bleibst oder Dein Warenkorb erhalten bleibt.
2. Es ist verbindungslos
Nachdem der Anfrage-Antwort-Zyklus abgeschlossen ist, wird die Verbindung zwischen dem Client und dem Server getrennt. Das half in den Anfängen des Internets, Serverressourcen zu sparen, aber es bedeutete auch, dass für jede einzelne Anfrage eine neue Verbindung aufgebaut werden musste, was die Abläufe verlangsamen konnte. Neuere HTTP-Versionen führten „dauerhafte Verbindungen" ein, um mehrere Anfragen über eine einzige Verbindung zu ermöglichen und so die Effizienz zu verbessern.
3. Es ist flexibel
HTTP ist nicht auf HTML-Dateien beschränkt. Es kann jede Art von Daten übertragen, solange Client und Server sie verstehen. Es kann Bilder, Videos, Tondateien, PDFs und vieles mehr übertragen und diese Flexibilität ermöglicht das multimediale Web, wie Du es heute kennst.
4. Es ist unverschlüsselt
Das ist ein enormes Sicherheitsrisiko und der wichtigste Grund, warum HTTP heute als veraltet gilt.
Was ist eine HTTP-Anfrage und was eine HTTP-Antwort?
Eine HTTP-Anfrage, die Dein Browser an den Server sendet, besteht aus drei Hauptteilen:
- Anfragezeile: Dies ist die erste und wichtigste Zeile. Sie enthält die HTTP-Methode (z. B. GET zum Abrufen von Daten oder POST zum Übermitteln von Daten), den Pfad zur gewünschten Ressource (z. B. /blog/mein-post) und die verwendete HTTP-Version (z. B. HTTP/1.1).
- Kopfzeilen: Nach der Anfragezeile folgen eine Reihe von Kopfzeilen. Diese liefern zusätzliche Informationen. Der Host-Header gibt zum Beispiel die Domäne der Website an, während der User-Agent-Header dem Server mitteilt, welchen Browser Du verwendest.
- Body (optional): Wenn Du Informationen übermittelst, z. B. ein Kontaktformular ausfüllst oder Dich anmeldest, werden diese Daten im Body der Anfrage gesendet. Bei einer einfachen GET-Anfrage, mit der eine Seite aufgerufen wird, ist der Body dagegen normalerweise leer.
Eine HTTP-Antwort, die vom Server zurück an Deinen Browser gesendet wird, ist ähnlich aufgebaut:
- Statuszeile: Diese Zeile bestätigt die HTTP-Version und gibt vor allem einen Statuscode an. 200 OK bedeutet, dass alles einwandfrei funktioniert hat. 404 Not Found bedeutet, dass die angeforderte Ressource nicht existiert. 500 Internal Server Error bedeutet, dass auf der Seite des Servers etwas schief gelaufen ist.
- Kopfzeilen: Wie die Anfrage hat auch die Antwort Kopfzeilen, die den Kontext angeben. Der Header content-type teilt dem Browser mit, welche Art von Daten gesendet wird (z. B. eine HTML-Datei oder ein JPEG-Bild), und der Header content-length gibt die Größe der Daten an.
- Body: Hier befinden sich die eigentlichen Daten, die Du angefordert hast: der HTML-Code der Website, eine Bilddatei oder was auch immer Du angefordert hast.
Diese Hin- und Herbewegung ist der Herzschlag des Internets. Aber wie Du sehen kannst, findet dieser Tanz ohne Sicherheitsvorkehrungen öffentlich statt und ist für alle sichtbar.
Was ist HTTPS?
HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) basiert im Wesentlichen auf dem HTTP-Protokoll, das wir gerade besprochen haben, verfügt jedoch über eine entscheidende zusätzliche Sicherheitsschicht. Diese Schicht wird Transport Layer Security (TLS) genannt.
Wenn Dein Browser und ein Server über HTTPS kommunizieren, verschlüsselt diese Sicherheitsschicht alle Daten. Anstatt sie als einfachen, lesbaren Text zu senden, werden sie in einen komplexen Code umgewandelt, den nur Dein Browser und der rechtmäßige Server entschlüsseln können.
Du erkennst eine HTTPS-Website sofort, denn Dein Browser zeigt ein kleines Vorhängeschloss-Symbol in der Adressleiste neben der URL an, die mit „https://” beginnt. Diese visuellen Hinweise sind der Beweis dafür, dass Du Dich in einer sicheren Verbindung befindest.

Da der Verzicht auf HTTPS ein ernstes Sicherheitsrisiko darstellt, kennzeichnen große Browser wie Chrome oder Firefox Websites, die noch HTTP verwenden, aktiv als „nicht sicher”. Das ist eine klare Warnung, dass Du vorsichtig sein solltest, welche Informationen Du mit anderen teilst.

Wie HTTPS Daten schützt
HTTPS bietet nicht nur einen, sondern gleich drei Schutzmechanismen, weshalb es so effektiv beim Schutz Deiner Daten ist:
- Verschlüsselung: Das ist der bekannteste Vorteil. HTTPS verwendet TLS, um die Daten zu verschlüsseln, die zwischen Deinem Browser und dem Server der Website ausgetauscht werden. Dieser Prozess verschlüsselt die Informationen so, dass sie von niemandem gelesen werden können.
- Authentifizierung: Damit eine Website HTTPS verwenden kann, muss sie ein TLS-Zertifikat von einer vertrauenswürdigen dritten Partei, einer sogenannten Zertifizierungsstelle (CA), erhalten. Dein Browser und Dein Betriebssystem haben eine integrierte Liste dieser vertrauenswürdigen CAs. Wenn Du Dich mit einer HTTPS-Website verbindest, prüft Dein Browser das Zertifikat der Website, um sicherzustellen, dass es von einer CA auf dieser Liste ausgestellt wurde.
- Datenintegrität: HTTPS stellt sicher, dass die Daten, die Du sendest und empfängst, auf ihrem Weg durch das Internet nicht verfälscht wurden. Dazu wird ein kryptografischer Message Authentication Code (MAC) für die Daten erstellt. Versucht ein Angreifer, die Daten während der Übertragung zu verändern, beispielsweise indem er den Betrag einer Banküberweisung ändert, wird der MAC nicht mehr übereinstimmen. Dein Browser erkennt die Diskrepanz und weist Dich darauf hin, dass die Verbindung nicht sicher ist, sodass die beschädigten Daten nicht akzeptiert werden. So wird sichergestellt, dass das, was Du auf Deinem Bildschirm siehst, genau das ist, was der Server gesendet hat.
Beschränkungen von HTTPS
HTTPS ist zwar ein großer Fortschritt in puncto Sicherheit, aber kein Allheilmittel, das alle Online-Bedrohungen beseitigt. Um eine umfassende Sicherheitslage aufrechterhalten zu können, ist es wichtig, dass Du die Grenzen von HTTPS kennst.
Erstens schützt HTTPS die Daten nur während der Übertragung. Es verschlüsselt die Daten auf dem Weg zwischen Deinem Browser und dem Server, der die Website hostet, die Du besuchen möchtest. Die Daten sind jedoch nicht geschützt, wenn sie auf dem Server selbst gespeichert sind. Wenn der Server aufgrund schlechter Sicherheitspraktiken gehackt wird, können Deine Daten trotzdem gefährdet sein. HTTPS sichert also den Weg, nicht das Ziel.
Zweitens bedeutet das Vorhängeschloss-Symbol nicht automatisch, dass die Website vertrauenswürdig ist. Cyberkriminelle erstellen inzwischen professionell wirkende Phishing-Seiten mit HTTPS. Laut dem Cyber-Intelligence-Unternehmen PhishLabs by Fortra nutzten im Jahr 2020 74 % der untersuchten Phishing-Websites HTTPS. Das Vorhängeschloss bestätigt also nur eine sichere Verbindung, nicht aber, dass es sich um eine sichere oder legitime Website handelt. Du solltest trotzdem wachsam sein und lernen, wie Du gefälschte Websites erkennst.
Schließlich schützt Dich HTTPS nicht vor allen Arten von Online-Bedrohungen. Um umfassend geschützt zu sein, solltest Du deshalb immer ein Antivirusprogramm und ein vertrauenswürdiges virtuelles privates Netzwerk (VPN) verwenden. ExpressVPN verschlüsselt den gesamten Internetverkehr Deines Geräts, nicht nur den Browser, und verbirgt Deine IP-Adresse. Dadurch entsteht eine zusätzliche Datenschicht, die HTTPS allein nicht bieten kann. Der Threat Manager von ExpressVPN kann außerdem Tracker und bösartige Websites blockieren und bietet so auch Schutz vor Bedrohungen, die HTTPS nicht abdeckt.
HTTP vs. HTTPS: Die zentralen Unterschiede
Worin bestehen also die Unterschiede zwischen HTTP und HTTPS? Hier ist ein kurzer Überblick, gefolgt von einer ausführlicheren Erklärung:
| Funktion | HTTP (http://) | HTTPS (https://) |
| Sicherheit | Keine. Die Daten werden als unverschlüsselter Klartext gesendet. | Stark. Verwendet TLS, um Verschlüsselung, Authentifizierung und Datenintegrität zu gewährleisten. |
| Browser-Anzeige | Wird oft als „nicht sicher" gekennzeichnet. | Zeigt ein Vorhängeschloss-Symbol an, das eine sichere Verbindung signalisiert. |
| Geschwindigkeit | Im Allgemeinen langsamer. Beschränkt auf das ältere HTTP/1.1-Protokoll. | Generell schneller. Ermöglicht moderne, leistungsstarke Protokolle wie HTTP/2 und HTTP/3. |
| Datenintegrität | Kein Schutz. Die Daten können während der Übertragung unbemerkt verändert werden. | Geschützt. MACs verhindern Datenmanipulationen. |
| Authentifizierung | Keine. Du kannst nicht überprüfen, ob Du mit dem richtigen Server verbunden bist. | Gesichert. TLS-Zertifikate verifizieren die Identität des Servers. |
| Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) | Negativ. Google straft Websites ohne HTTPS ab. | Positiv. HTTPS-Seiten ranken besser als HTTP-Seiten. |
Wann und warum Du zu HTTPS wechseln solltest
Wenn Deine Website 2026 noch über HTTP läuft, solltest Du nicht „bald" umstellen, sondern sofort. Browser warnen Nutzer aktiv vor unsicheren Websites. Google stuft sie schlechter ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen ihnen vertrauen, ist geringer. Und viele moderne Webfunktionen funktionieren ohne HTTPS gar nicht mehr.
Selbst wenn Du nur einen Blog betreibst, zeigt HTTPS Deinen Besuchern, dass Du ihre Sicherheit ernst nimmst.
So stellst Du Deine Website auf HTTPS um
Der Umstieg auf HTTPS umfasst ein paar zentrale Schritte. Mit modernen Tools ist das nicht kompliziert, aber Du solltest sorgfältig vorgehen, damit Du keinen Traffic verlierst oder Deine Website beschädigst. Die einzelnen Schritte zur Umstellung sind:

1. Besorge Dir ein TLS-Zertifikat
Die meisten Hosting-Provider bieten inzwischen ein kostenloses Zertifikat von Let’s Encrypt an, das sich mit einem einzigen Klick in Deinem Kontrollpanel installieren lässt.
2. Installiere das Zertifikat
Sobald Du das Zertifikat hast, muss es auf Deinem Webserver installiert werden. Wenn Dein Hosting-Anbieter es bereitstellt, läuft dieser Schritt oft automatisch. Machst Du es manuell, musst Du den Anweisungen Deines Webservers für die Installation von Zertifikaten folgen.
3. Aktualisiere die Website-Konfiguration
Vergewissere Dich, dass Dein Content-Management-System (CMS) oder Dein Server auf die Verwendung von HTTPS eingestellt ist. So geht's:
Wenn Du ein CMS (wie WordPress) verwendest
Dies ist oft die einfachste Methode. Du musst nur die Hauptadresse Deiner Website in den Einstellungen aktualisieren.
- Logge Dich in das WordPress-Dashboard ein.

- Gehe zu Settings (Einstellungen) > General (Allgemein).

- Suche die Felder WordPress Address (WordPress-Adresse) (URL) und Site Address (Website-Adresse) (URL). Ändere beide URLs von http://yourdomain.com in https://yourdomain.com.

- Speichere Deine Änderungen.
Auf Server-Ebene (für alle Websites)
Bei dieser Methode wird eine Regel erstellt, die alle Besucher automatisch dazu zwingt, die sichere HTTPS-Version Deiner Website zu verwenden. Dies geschieht in der Regel durch die Bearbeitung einer Datei namens .htaccess im Hauptordner Deiner Website.
- Stelle mit einem Dateimanager oder einem FTP-Client (File Transfer Protocol) eine Verbindung zu den Dateien Deiner Website her.
- Suche und öffne die .htaccess-Datei. (Wenn sie nicht vorhanden ist, erstelle eine neue Datei mit diesem Namen).
- Füge die folgenden Codezeilen in die Datei ein:
| RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off RewriteRule ^(.*)$ https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [L,R=301] |
Dieser Code sagt dem Server: „Wenn jemand versucht, sich über eine unsichere HTTP-Verbindung zu verbinden, dann leite ihn dauerhaft (R=301) auf die sichere Adresse https:// für genau dieselbe Seite um.” Dies ist der Standard und die SEO-freundlichste Methode, um HTTPS für Deine gesamte Website zu erzwingen.
Aktiviere HTTP/2 oder HTTP/3 für eine bessere Leistung, da die meisten modernen Browser diese Protokolle unterstützen, um die Geschwindigkeit und Effizienz zu verbessern.
4. Aktualisiere die internen Links
Du musst den Inhalt Deiner Website durchgehen und jeden einzelnen internen Link von http:// auf https:// aktualisieren. Dazu gehören Links in der Navigation, im Seiteninhalt, in den Fußzeilen und in Deinen Vorlagen. Stelle sicher, dass alle Assets auf Deiner Website über eine HTTPS-URL geladen werden. Tools für Browser-Entwickler können Dir dabei helfen, diese Probleme zu erkennen und zu beheben.
5. Überprüfe Deine SEO-Tools
Aktualisiere Deine Einstellungen in allen externen Tools, die Du verwendest. Gehe zu Google Search Console und Google Analytics und füge Deine neue HTTPS-Website als Eigenschaft hinzu. Reiche anschließend Deine neue HTTPS-Sitemap bei Google ein, damit Deine sichere Website schnell gecrawlt werden kann. Du solltest auch die URL Deiner Website in allen Social-Media-Profilen oder in den Links Deiner Marketingkampagnen aktualisieren.
6. Teste gründlich
Überprüfe jede Seite, jeden Link und jedes Formular. Sobald die Umstellung abgeschlossen ist, solltest Du Deine Zertifikate im Auge behalten. Let's-Encrypt-Zertifikate werden alle 90 Tage erneuert, aber viele Tools automatisieren diesen Prozess.
7. (Empfohlen) Aktiviere HSTS
Nachdem Du sichergestellt hast, dass alles einwandfrei funktioniert, solltest Du HTTP Strict Transport Security (HSTS) aktivieren. Dabei handelt es sich um eine erweiterte Sicherheitsfunktion, die Browser anweist, sich nur über HTTPS mit Deiner Website zu verbinden. So wird das kleine Zeitfenster eliminiert, in dem ein Angreifer versuchen könnte, die ursprüngliche HTTP-Anfrage abzufangen, bevor sie weitergeleitet wird. In der Regel fügst Du dazu einen weiteren Header zu Deiner Serverkonfiguration hinzu.
Egal, ob Du Gelegenheitsblogger oder Kleinunternehmer bist: Die Umstellung auf HTTPS ist eine der einfachsten und klügsten Entscheidungen, die Du treffen kannst. Es ist besser für die Privatsphäre, besser für die Leistung und besser für Deinen Ruf.
Häufig gestellte Fragen zu HTTP vs. HTTPS
Kann HTTPS gehackt werden?
Technisch gesehen kann alles gehackt werden. Aber HTTPS ist sehr schwer zu knacken, wenn es richtig eingerichtet ist und starke Transport Layer Security (TLS)-Konfigurationen verwendet werden. Dennoch können Sicherheitslücken durch eine schlechte Implementierung entstehen. Wenn eine Website zum Beispiel eine veraltete Version von TLS mit bekannten Schwachstellen verwendet, kann sie Opfer von Cyberangriffen werden.
Können Phishing-Seiten HTTPS verwenden?
Ja. Betrüger können SSL-Zertifikate für ihre Phishing-Websites erwerben. Das Vorhängeschloss-Symbol und die URL „https://” bedeuten lediglich, dass die Verbindung zu diesem Server verschlüsselt ist. Sie bestätigen jedoch nicht, dass der Betreiber der Website seriös oder vertrauenswürdig ist.
Verlangsamt HTTPS Websites?
Nicht mehr. Früher war das der Fall, aber heute sind HTTPS-Verbindungen aufgrund von Protokolloptimierungen wie HTTP/2 und HTTP/3 oft schneller. Außerdem ist der Aufwand für die Verschlüsselung bei moderner Hardware vernachlässigbar.
Wie unterscheidet sich HTTPS von HTTP/2 und HTTP/3?
HTTP/2 und HTTP/3 sind lediglich neuere, schnellere Versionen des HTTP-Protokolls. Sie verringern die Latenzzeit und verbessern die Leistung, für die Sicherheit sind sie jedoch weiterhin auf HTTPS angewiesen. Um sie in den meisten Browsern nutzen zu können, brauchst Du HTTPS.
Ist HTTPS besser als HTTP?
Auf jeden Fall. HTTPS ist sicherer, vertrauenswürdiger und zukunftssicherer. Es gibt keinen Grund, bei HTTP zu bleiben, es sei denn, Du arbeitest in einem geschlossenen, lokalen Netzwerk. Selbst dann ist es besser, wenn es mit Deiner Produktionsumgebung übereinstimmt.
Ist HTTPS immer sicher?
Eine HTTPS-Verbindung macht die Verbindung zwar sicherer, die Website selbst ist dadurch jedoch nicht zu 100 % sicher. So kann beispielsweise auch eine Phishing-Website HTTPS verwenden. Eine Website kann auch andere Schwachstellen aufweisen, etwa unsicheren Code, den ein Angreifer ausnutzen kann. HTTPS ist eine wichtige Schutzmaßnahme, aber nicht die einzige.
Warum wird HTTP heute noch verwendet?
HTTP wird immer noch in einigen spezifischen, begrenzten Zusammenhängen verwendet. Einige Altsysteme oder interne Anwendungen in geschlossenen Netzwerken verwenden es vielleicht noch, wenn die Sicherheit keine Rolle spielt, weil das Netzwerk bereits als privat gilt. Selbst dann gibt es kaum einen Grund, HTTPS zu vermeiden, da die Kosten und der Aufwand für die Umstellung gering sind.
Hat HTTPS Auswirkungen auf das Google-Ranking?
Ja. Google hat bestätigt, dass HTTPS ein Ranking-Signal ist. Es wirkt sich auch auf andere Rankingfaktoren wie die Absprungrate und die Nutzeraktivität aus. Websites mit HTTPS ranken tendenziell besser, laden schneller und genießen mehr Vertrauen. Da die überwältigende Mehrheit der Websites inzwischen HTTPS nutzt, wirkt Deine Website ziemlich veraltet, wenn Du bei HTTP bleibst.
Warum vertrauen die Nutzer HTTPS mehr?
Ganz einfach: Weil die Browser es ihnen beigebracht haben. Moderne Browser kennzeichnen HTTP-Seiten als „nicht sicher" und zeigen oft rote Warnhinweise in der Adressleiste an. Das erschüttert das Vertrauen der Nutzer sofort. HTTPS zeigt dagegen ein Vorhängeschloss-Symbol an und gibt den Menschen die Gewissheit, dass ihre Verbindung sicher ist.
Wenn Du eine Website betreibst, erhöht die Umstellung auf HTTPS Deine Glaubwürdigkeit. Es ist wahrscheinlicher, dass Nutzer einen Kauf abschließen, ein Formular ausfüllen oder sogar auf Deiner Website bleiben, wenn sie sehen, dass sie sicher ist.
Ist HTTPS kostenlos und einfach zu implementieren?
Ja, absolut. Die Zeiten, in denen HTTPS teuer oder kompliziert war, sind längst vorbei. Du musst weder Hunderte Dollar bezahlen noch einen Vollzeit-Administrator beauftragen, um es einzurichten. Dank gemeinnütziger Organisationen wie Let's Encrypt kann jeder kostenlos ein gültiges TLS-Zertifikat (Transport Layer Security) erhalten.
Auch die Implementierung wurde in den meisten Hosting-Kontrollpanels auf einen „Ein-Klick"-Prozess vereinfacht. Dein Hoster kann das Zertifikat automatisch für Dich ausstellen, installieren und sogar erneuern, ohne dass Du etwas tun musst. Plattformen wie WordPress, Shopify und Squarespace bieten integrierte HTTPS-Unterstützung oder eine Ein-Klick-Einrichtung. Selbst wenn Du Deinen eigenen Server betreibst, können Tools wie Certbot den Einrichtungs- und Erneuerungsprozess automatisieren.
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